Dan W. Brock (1937-2020)

Dan W. Brock, emeritierter Professor für medizinische Ethik am Department of Global Health and Social Medicine der Harvard University, ist tot.

Professor Brock war bekannt für seine Arbeit in der biomedizinischen Ethik und verfasste über 150 Artikel über Gesundheitspolitik, Medizintechnik, die moralische Verantwortung von Ärzten und anderen Angehörigen der Gesundheitsberufe, die Ethik der Fortpflanzung, moralische Fragen der Genetik, Gerechtigkeit im Gesundheitskontext und andere verwandte Themen. Zu seinen Büchern gehört Deciding for Others: Die Ethik der Ersatzentscheidung (mit Allen E. Buchanan, 1989), Leben und Tod: Philosophische Essays in der biomedizinischen Ethik (1993) und Vom Zufall zur Wahl: Genetik und Gerechtigkeit (mit Allen E. Buchanan, Norman Daniels und Daniel Wikler, 2000).

Während seiner Zeit in Harvard hatte er eine Reihe von Positionen inne, darunter Direktor der Abteilung für medizinische Ethik der Harvard Medical School und Direktor des Harvard University Program in Ethics and Health. Zuvor war Professor Brock Mitglied der Abteilung für klinische Bioethik an den National Institutes of Health und davor Professor für Philosophie und biomedizinische Ethik an der Brown University und Direktor des Zentrums für biomedizinische Ethik. Er erwarb seinen Ph.D. in Philosophie an der Columbia University und seinen B.A. in Wirtschaftswissenschaften an der Cornell University.

Neben seiner Arbeit an Universitäten und Forschungszentren lieh Professor Brock sein Fachwissen häufig Regierungsinstitutionen und gemeinnützigen Organisationen, darunter der President’s Commission for the Study of Ethical Problems in Medicine (1981-82), der Ethics Working Group der Clinton Task Force on National Health Reform (1993), dem Office of Technology Assessment des US-Kongresses, dem Institute of Medicine, der National Bioethics Advisory Commission und der Weltgesundheitsorganisation.

Professor Brock war Präsident der American Association of Bioethics und Gründungsmitglied der American Society for Bioethics and Humanities. 2018 wurde er mit dem Henry Knowles Beecher Award des Hastings Center ausgezeichnet, wo er langjähriges Fellow war. Der Preis ehrt diejenigen, die einen „lebenslangen Beitrag zur Ethik und den Lebenswissenschaften geleistet haben und deren Karriere der Exzellenz in der Wissenschaft gewidmet war, Forschung, und ethische Untersuchung.“

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